Emawas Geschichte
Unterstützung durch den Ehemann
Bei ihrer ersten Entbindung hatte Emawa vier Tage lang Wehen. Sie verlor das Kind und trug eine Fistel davon. Sie sagt: "Ich habe einen guten Ehemann, der mich nicht im Stich liess. Er suchte Hilfe für mich und ermutigte mich immer, mich wegen meines Problems nicht zu schämen." Emawas Mann brachte sie in ein Spital, um sie dort behandeln zu lassen. Es wurde ihm aber gesagt, er müsse mit seiner Frau nach Addis Abeba gehen; dort könne man ihr helfen. Dies war für Emawas Mann schwierig, da kein Geld für den Transport vorhanden war. Die Familie lebt im Norden des Landes in einem entlegenen Dorf ohne jede Infrastruktur.
Den ganzen Besitz verkauft
Emawa erzählt: "Um mich ins Fistelspital in Addis Abeba bringen zu können, verkaufte mein Mann vor sechs Jahren unseren einzigen Besitz, einen Ochsen." Ein solcher Schritt ist sehr schwer für einen Bauern, denn er braucht den Ochsen, um das kleine Stück Land zu pflügen, das die einzige Einkommensquelle der Familie ist. Emawa ist sehr glücklich und dankbar. Nach der Heilung ihrer Fistel kam sie zweimal in die Fistelklinik um zu gebären. Vor vier Jahren bekam sie einen Knaben und kürzlich ein hübsches Mädchen. Sie möchte so schnell als möglich nach Hause zurückkehren und sich mit ihrem Mann freuen. Dieser ruft oft an und erkundigt sich, ob alles in Ordnung ist, und um ihre Rückkehr nach Hause vorzubereiten.
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