Ein Neugeborenes schaut interessiert ins Gesicht einer Frau, das es hochhält.
Neugeborenes im St.-Luke-Spital, Äthiopien.
© Hanspeter Bärtschi/WHI

In Äthiopien ist eine Geburt oft lebensgefährlich – unter anderem, weil es an gut ausgebildeten Hebammen fehlt. Unser Projekt am St. Luke-Spital bildet Gesundheitsfachleute praxisnah aus, damit Mütter und Neugeborene sicher betreut werden können. So stärken wir die Gesundheitsversorgung in der Region nachhaltig.


Lokaler Partner

Das St. Luke-Spital in Wolliso vereint medizinische Versorgung und Ausbildung. Hierzu betreibt es ein eigenes College und ein Spital mit Fokus auf Müttergesundheit.


Ziele

Durch die nachhaltige Stärkung der Ausbildungskapazitäten des St. Luke-Spitals sind mehr Gesundheitsfachleute verfügbar, insbesondere im Bereich Mutter-Kind-Gesundheit.


Aktivitäten

Förderung der Ausbildungsqualität und des praxisorientierten Unterrichts am St. Luke-Spital und in umliegenden Gesundheitseinrichtungen, Ausbau des Ausbildungsangebots.


Teilnehmende

239 Studierende in drei Diplom-Studiengängen, davon 119 Hebammen, und gut 70 Mitarbeitende des Collages und umliegender Gesundheitszentren sind direkt ins Projekt involviert, rund 2200 profitieren indirekt.

Die Mütter- und Neugeborenensterblichkeit ist in Äthiopien weiterhin hoch. Insbesondere in ländlichen Regionen fehlt es an gut ausgebildeten Hebammen und anderen Fachkräften. Zudem sind viele Gesundheitseinrichtungen unzureichend ausgestattet, und wichtige Medikamente stehen oft nicht in ausreichendem Mass zur Verfügung.
 

Die Oromia-Region, in der unser Projekt angesiedelt ist, bleibt deutlich hinter den nationalen Zielen zurück: Nur 44 Prozent der Geburten werden von qualifiziertem Fachpersonal begleitet – mit erheblichen Risiken für Mutter und Kind. Zudem berichtet fast jede zweite Frau von respektloser Behandlung während Geburt oder Nachsorge, was das Vertrauen in die Gesundheitseinrichtungen zusätzlich schwächt.
 

Hier setzt unser Projekt an: Am St.-Luke-Spital in Wolliso werden Hebammen und weitere Gesundheitsfachpersonen praxisnah und auf hohem Qualitätsniveau ausgebildet. Dadurch sind sie in der Lage, Mütter und Neugeborene vor, während und nach der Geburt kompetent und respektvoll zu begleiten – und so die Gesundheitsversorgung in der Region nachhaltig zu stärken.

Titel: Kompetente Hebammen durch starke Ausbildung: Damit jede Geburt in guten Händen ist
Lokaler Partner: St. Luke-Spital
Projektregion: Stadt Wolliso in der Oromia-Region Äthiopiens
Dauer: Februar 2026 bis Dezember 2029
Interventionslinien:
Stärkung des Gesundheitssystems
 

Women’s Hope und das St. Luke-Spital arbeiten seit 2009 in diversen Projekten zusammen, um die Müttersterblichkeit in der Region zu senken.

Frauen stehen in medizinischer Kleidung um eine Plastikpuppe.
Praxisausbildung am St.-Luke-Spital.
© Hanspeter Bärtschi/WHI

Was wir tun

Wir fördern die Ausbildungsqualität des Hebammenlehrgangs am College, indem wir qualifiziertes Personal einstellen, den Lehrplan und Unterrichtsmaterialien weiterentwickeln und vermehrt digitale Formate fördern. Durch die Übernahme der Kosten für den Transport, die Unterkunft und Verpflegung wird die Ausbildung auch Studierenden aus einkommensschwachen Familien ermöglicht.

Wir unterstützen praxisnahes Lernen, indem die Studierenden theoretische Ausbildungsblöcke gezielt mit Praxismodulen verbinden. Sie erhalten eine Ausbildung in notfallmässiger Geburtshilfe, Neugeborenenpflege, Kommunikation und weiteren Themen, die über die reine Geburtshilfe hinausgehen. Zusätzlich absolvieren sie Praxiseinsätze in regionalen Gesundheitszentren und werden dabei fachlich eng begleitet.

Wir stärken die finanzielle Unabhängigkeit des Collage, indem die Hebammenausbildung um zwei weitere Lehrgänge – je einer in Labortechnik und Pharmazie – erweitert wird. Hierzu stellen wir die erforderlichen personellen Ressourcen zur Verfügung. Schliesslich investieren wir in die Wohnheimküche des Collage, sodass dieses künftig auch externe Gäste empfangen und so die Einnahmequellen diversifizieren kann.

Nachhaltigkeit

Durch die Ausbildung von Hebammen sowie Fachkräften in Labor und Pharmazie stärken wir das Gesundheitssystem in der Region nachhaltig und umfassend. Dank des verbesserten Angebots steigt auch das Vertrauen der Bevölkerung in medizinische Dienstleistungen. Modernisierte Lernräume, digitale Angebote und geschulte Lehrpersonen sichern auch in Zukunft die Qualität der Ausbildung . Durch die Diversifizierung der Einnahmequellen des Collages schliesslich steigt die finanzielle Unabhängigkeit.

Logo DEZA

Wir danken allen Förderpartnern – auch jenen, die hier nicht erwähnt sind – für die Ermöglichung des Projekts.

Frauen laufen für Frauen
Bern, 7. Juni 2026. Mach mit!

Ausbildungsmaterialien

Eine Vielzahl an Ausbildungsmaterialien – von Modellen bis hin zu Simulationsgeräten – unterstützt den Lernprozess der Studierenden.
© Selina Leu/WHI